svastara

"И што погледам
Све је песма
И чега год се такнем
Све је бол."
Иво Андрић

esc_2008
Welcome to Belgrade 2008


Worum es geht

Ich weiß ja nicht,
worüber ihr diskutiert, wir sprechen meist nur...
svashtara - 14. Mai, 13:39
ich hab freunde
aus novi sad, und bei manchen themen hab ich mir einfach...
la-mamma - 14. Mai, 12:38
Wie meinst du das genau?
svashtara - 14. Mai, 10:52
Jo, das Geile am Alter...
dass man irgendwann ganz viele tolle Geschichten erzählen...
svashtara - 14. Mai, 10:52
es ist wirklich nicht...
- und ich maße mir da keinerlei urteil an, aber...
la-mamma - 14. Mai, 10:37
hach.... solche texte...
hach.... solche texte liebe ich .... ich wünsche...
rosmarin (anonym) - 14. Mai, 09:45
So lange ist das noch...
Wegen der anstehenden Reise machten Key und ich heute...
svashtara - 14. Mai, 02:45

Elsas Tequila Rapido

"1 Flasche weißen Tequila
1 Flasche Bitter Lemon
1 Wasserglas mit circa 0,4 l Fassungsvermögen
1 Bierdeckel resp. ein Küchenhandtuch
Das Wasserglas halb voll mit Tequila befüllen, den Rest mit Bitter Lemon aufschütten. Das Glas mit einem Bierdeckel bedecken, nach dem zweiten Rapido empfiehlt sich zusätzlich ein Küchenhandtuch.
Volle Kanne auf den Tisch damit hauen. Aber richtig feste. Jetzt schäumt es wie Hirsch.
Auf einen Zug leer trinken."

Unter meinem Himmel

Aktuelles Wetter in Cologne:


Temperatur: 16 C
UV Index: 2
Luftfeuchte: 88 %
Sichtweite: 10.0 km
Luftdruck: 1003.0 mb
Windstärke: 16 km/h

Weather data provided by weather.com


pippiwiwi


"Ich beneide sie nicht, diese großen Menschen, versunken im Staub unzähliger vergangener Jahrhunderte, denn sie alle hatten nicht das, was wir beide haben:
Die Flatrate.
Und das Telefon."
(Vic - Live aus dem Elfenbeinturm)

femineca

Mittwoch, 14. Mai 2008

So lange ist das noch gar nicht her...

Wegen der anstehenden Reise machten Key und ich heute eine erste Routenplanung. Das ließ mich erinnern, wie ich damals 1993 nach Belgrad gefahren bin.
Meine Großmutter lag im Sterben. Sie war gesegnete 91 Jahre alt geworden, nun hatte sie eine Lungenentzündung erwischt, und die Schwester meines Vaters hatte ihn gebeten, zu kommen. Ich schloss mich an. Zum einen, weil es meine Großmutter war, zum anderen, weil meine Mutter ohnehin in Belgrad war, und zum dritten, weil ich Kistenweise Medikamente zusammengesammel hatte, die ich dem Krankenhaus mitbringen wollte. Vielleicht konnte ja eines von ihnen meiner Großmutter helfen.
Anfang der Neunziger konnte man nicht nach Belgrad fliegen. Man konnte nur selber fahren. Und zwar über Ungarn. Mein Vater hatte gerade einen neuen BMW erstanden und beschlossen, dass er ihn auch gerne behalten würde. Also kam Selberfahren nicht in Betracht.
Fliegen wäre noch gegangen, also bis Budapest, von dort aus musste man sich dann bis Belgrad durchschlagen, die Shuttlebusse sind erst später organisiert worden.
Fliegen geht aber nur mit 20 kg Gepäck, und da ich ja Kistenweise Medikamente dabeihatte, und mal ehrlich, wer kommt schon mit 20 kg Gepäck aus, wenn er für die halbe Verwandschaft Mehl, Zucker, Sonnenblumenöl und Salz mitschleppen muss, dazu noch jeweils zwei Rollen Klopapier, aber sorgsam damit umgehen, bitte, es muss eine Weile reichen, und wir reden nicht von diversen Extrawünschen der Verwandten wie zum Beispiel Insulin oder Mittel gegen Herzrhythmusstörungen.
Es blieb nur die Möglichkeit mit einem der privaten Anbieter zu fahren.
In Köln gab es damals zwei, die alle zwei Wochen gefahren sind. Der eine ist irgendwann einmal völlig übermüdet in einem Verkehrsunfall umgekommen, mit dem anderen sind wir gefahren.
Also buchten wir eine hoffnungslos überteuerte Reise in einem komplett überfüllten Minibus mit unglaublich ungewaschenen Gastarbeitern. Ich weiß nicht, ob damals das Schengen-Abkommen noch nicht galt oder ob einige der Gastarbeiter keine Papiere hatten, fest stand, dass wir ohnehin nicht durch Ex-YU fahren konnten. Dass wir aber auch Österreich meiden mussten, war uns beim Antritt der Reise nicht klar.
So führte unser Weg also von Köln aus nach Tschechien, hernach in die Slowakei, darüber dann nach Ungarn und von dort aus schließlich nach Serbien. Ganze 42 Stunden später waren wir da. Ich glaube, ich hab mindestens genauso gestunken wie die Gastarbeiter, meiner Mutter nahm es jedenfalls den Atem.
Belgrad zeigte sich von der chaotischsten Seite. Die Geschäfte leer, und mit leer meine ich leer, also nichts mehr in den Regalen, nicht einmal eine Seife mehr, dafür blühte auf den Straßen der Schwarzmarkt. Gehandelt wurde mit allem, was auch nur ansatzweise zum Gebrauch bestimmt war, alles natürlich für harte DM. Vor meiner Haustür dealte ein verschwitzter Typ mit Benzin aus zwei verbeulten Kanistern. Dass die Autos mit diesem gestreckten Mist überhaupt fahren konnten, hat vermutlich ihn am meisten überrascht.
Ich, jedenfalls, musste den Bus nehmen. Und das war ein großes Problem. Denn die Busse benötigen Benzin, um zu fahren, das gab es aber nur beim Dealer vor meiner Haustüre, also fuhren extrem wenig Busse und die waren dann auch bis zum Abwinken voll. Es gab damals sogar eine Werbung für ein Schlankheitsmittel (Biomed 4) mit dem Slogan: "Da si Biomed pila u autobusu bi bila" (Hättest du Biomed genommen, hättest du auch in den Bus gepasst.) Da ist halt eine etwas fülligere Dame, die vor Wut auf ihrer Tasche rumspringt, weil sie nicht in den übervollen Bus passt, während ein schlanker Mann sich noch in die letzte Lücke zwängt.
Schade, dass ich das nirgendwo mehr als Youtube finden konnte - es ist wirklich ein Zeitdokument.
Als ich ein Ticket kaufen wollte, sagte man mir, es gäbe keine. Worauf sie auch drucken? Außerdem kommt bei den Massen ohnehin kein Kontrolleur mehr durch.
Ich, jedenfalls, hatte ebenfalls kein Biomed verwendet und musste zu Fuss gehen.
Das Krankenhaus war ein einziges Trauerspiel. Ich muss dazusagen, dass die Geriatrie wohl heute noch ähnlich aussehen wird, aber die hatten da nicht einmal mehr Verbandsmaterial. Meine Oma, Gott hab sie selig, hatte sich komplett wundgelegen, in ihrer vollgeschissenen Stoffwindel, die meine Tante alle paar Tage mit nach Hause nahm, um sie ein bisschen auszuwaschen. In der Zwischenzeit hat mein Onkel seine monatliche Rente in eine Tageszeitung und zwei Brötchen umgesetzt, wovon man lebt, weiß damals keiner so genau.
Eine ganze Woche hielt mein Vater es aus. Eine Woche. Danach schmiss er das Handtuch, kaufte sich einen Typen, der ihn nach Budapest brachte, und flog eiligst wieder in die Zivilisation zurück. Selbst zur Beerdigung seiner Mutter ist er nicht mehr gekommen.
Ich bin härter im Nehmen. Nicht so hart wie die meisten Serben oder auch meine Mutter, die jährlich fünf Monate in diesem Chaos glücklich war, aber hart genug, um in Belgrad zu bleiben, bis ich wieder zurückmusste, um unsere Slava vorzubereiten. Am Tag des heiligen Dimitri 1993, am Tag ihres eigenen Schutzpatron, ist meine Oma dann gestorben.
Ja, so war das damals.
Kann man sich heute überhaupt nicht mehr vorstellen.
Ist aber genaugenommen noch gar nicht so lange her...

Freitag, 9. Mai 2008

Heute vor sieben Jahren

ist mein Vater gestorben. Ich war auf dem Friedhof, mit Femchen, obwohl das nicht gerne gesehen wird, aber das war mir egal. Hab eine Kerze angezündet, ein wenig da gesessen. Gleich rufe ich noch die einzigen lebenden Verwandten von ihm an. Und dann mach ich ne Pulle Wein auf.

Mittwoch, 7. Mai 2008

Wäre irgendwie blöd,

diesen Beitrag mit Mittwochmorgen zu überschreiben. Obwohl das ja genau zutreffen würde.
Meine gestrige Ikea-Ausbeute sprengt alle Grenzen des bisher gekannten. Langsam könnten die mich wirklich zum Superkunden machen. Netterweise lieferte mir die Gesellschaft gleich heute morgen das neue Bett, den neuen Schrank und die neue Kommode, während ich gestern Bettwäsche, Vorhänge, Teelichthalter, Kerzen, Bilder und Rahmen, Regalböden, Sitzkissen, Lampen und diversen anderen Kleinkram gleich mitgenommen habe.
Dass man Dinge kaufen kann, musste ich erst mal lernen. Ich glaube, das liegt uns irgendwie in den Genen, nach so vielen Jahren Misswirtschaft. Langsam gewöhne ich mich dran, meine Socken nicht zu stopfen, sondern einfach neue zu kaufen, wenn die alten einem schweizer Käse in mehrfacher Hinsicht immer ähnlicher werden.
Eigentlich blogge ich auch nur, weil mich eine gewisse lähmende Langeweile erfasst hat. Das ist selten. Meistens tritt Langeweile nur dann auf, wenn ich enorm viel zu tun habe und nicht genau weiß, wo ich anfangen soll. Meine Liste ist lang und länger, nicht nur, dass ich die Möbel aufbauen sollte, ich muss noch eine Geschichte schreiben, die seit Tagen schon meinen Kopf verstopft und endlich rauswill, ich sollte heute ins Büro fahren, zwei Hunde versorgen und auspowern, die Wäsche will gebügelt werden, das Auto braucht mal wieder eine Grundreinigung, ach, und davon, dass ich ja auch langsam mal packen sollte, will ich gar nicht erst reden. Ich bin überfordert.
Wenn es ein Gefühl gibt, das ich sehr genau kenne, dann ist das die Überforderung. Neben der Angst und der Sehnsucht fühle ich kaum was anderes. Manchmal, seltener, Liebe, und in wenigen kurzen Augenblicken auch Zufriedenheit. Eigentlich keine schlechte Ausbeute für ein Leben. Könnte schlimmer sein. Trotzdem, das letzte crazy thing habe ich seit Jahren schon nicht mehr done. Ich werde alt, ich überrasche mich nicht mehr wirklich.
Wie dem auch sei, ich will nicht undankbar erscheinen. In einigen Tagen bin ich hier weg, dann jubele ich auf dem Songcontest Deutschland zu, das ist bei mir immer so, ich entwickle das Gefühl für Heimat immer zu demjenigen Land, in dem ich mich gerade nicht befinde.
Und dann, einige Tage weiter, werde ich in kräftigen Zügen durch die Adria schwimmen.

Montag, 5. Mai 2008

Montagmorgen

Nachdem ich gestern meine Bude am liebsten wieder abgerissen und mich unter dem Bauschutt begraben hätte, bringt der frühe Morgen wieder ein bisschen Licht in das Dunkel meiner Lebensplanung. Nicht, dass ich wüsste, wohin ich marschiere, aber das muss ich auch nicht immer wissen.
Gestern meldete sich überraschend ein alter Freund aus Grünland, das ist jetzt bestimmt sieben Jahre her, eine Ewigkeit im Internet. Diese ganze Nickname-rei hat den Nachteil, dass man sich nach so langer Zeit an die echten Namen gar nicht mehr erinnern kann. Das liegt auch daran, dass ich konsequenterweise den Nick weiterbenutze, selbst wenn ich den richtigen Namen kenne. Weil der Nick derjenige Name ist, den man sich selbst gegeben hat, mit dem man sich also irgendwie auch identifiziert. (Ähem - na ja, für svashtara gilt das jetzt nicht wirklich, aber auf willow reagiere ich tatsächlich immer noch).
Tja, und in einigen Tagen bin ich dann wieder fott! Erst in Belgrad auf dem ESC und dann auf Losinj. Sorgen macht mir im Augenblick noch die Berichterstattung vom ESC, ich bräuchte ein Internet Café irgendwo in meiner Nähe, weil ich von meiner Wohnung aus nicht bloggen kann.
Sollte ich das aber finden, so kann ich von allen Events rund um den ESC bloggen, denn ich bin bei allen Proben und Halbfinalen dabei. Und natürlich dem Finale.
Meine Cousine, mit der ich gestern telefonierte, sagte übrigens, sie sähe jetzt nicht wirklich, dass Belgrad sich auf das Event vorbereitet. Das Stadtbild habe sich überhaupt nicht verändert, lediglich die Arena wird vorbereitet. Macht nichts, Belgrad ist auch so eine geile Stadt.
Mit Key habe ich dann gestern noch eine Fernreise geplant. Natürlich nur hypothetisch, real ist das weder für sie noch für mich drin, weil, irgendwann sollte ich auch mal wieder zur Arbeit erscheinen. Dabei fiel uns auf, dass wir in manche Länder nicht reisen würden. Wir haben einfach Angst. Und Vorurteile. Und dann dachte ich, dass viele sich auch nicht nach Belgrad trauen würden. Weil sie einfach Angst haben. Oder Vorurteile. Oder beides.
Was ist sonst noch passiert?
Mein Garten grünt, wuchert, wächst zu. Gartenarbeit ist anstrengend, deshalb lasse ich Femi sie erledigen. Die buddelt leidenschaftlich den Kanal wieder auf, egal, wie sehr ich auch versuche, sie davon abzuhalten. Meine Terasse sieht aus wie Sau, eigentlich kann man hier gar nicht sitzen, ich tue es trotzdem und pfeife einfach drauf. Ich muss keinen englischen Rasen und Hyazinthen haben (obwohl die echt geil riechen).
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svashtara

Atme in ´ne Tüte.
"Трајно је само оно што није добило облик ни име, што никад није ни напуштало бескрајне и вечите пределе непостојања."
Иво Андрић

SWEETY - DO SOMETHING CRAZY!

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